#TheInnerTrip Folge 1: Lebensveränderung in Etappen – alle zehn Jahre erlebst Du einen Change!

Ich habe mich in den letzten Monaten, was meinen beruflichen Weg angeht, komplett um 180 Grad gedreht. Diese „Drehung“ begann im tiefsten meines Inneren schon viel früher. Um genau zu sein, wahrscheinlich schon zehn Jahre früher. Denn die persönliche Lebenssituation ändert sich so ca. alle zehn Jahre.

Blicke ich zurück, sind in den vergangenen zehn Jahren meines Lebens alle für mich bedeutenden Dinge passiert: ich habe meinen Mann kennengelernt, ich bin 2009 (ja ja, ich weiß, dass das elf Jahre sind;-) von meiner Heimatstadt Hamburg nach Düsseldorf gezogen, weil ich mich bewusst für ein Leben mit ihm entschieden habe. Wir haben geheiratet, unser Sohn ist auf die Welt gekommen, ich hatte Jobs, durch die ich viel Erfahrung gesammelt und tolle Menschen kennengelernt habe, die mich aber in Summe an den heutigen Punkt meines beruflichen Daseins gebracht haben: meine Selbstständigkeit. Ich muss – rückblickend – bei jedem einzelnen Job innerlich schon im Unterbewusstsein das Kribbeln gespürt haben, die Aufbruch-Stimmung, meine innere Stimme die mich förmlich anschreit „Mach es endlich“. Und mein Verstand, der in dem Moment mit Angst reagierte, erfand immer eine Ausrede, warum es gerade nicht passte. Zum Glück brannte und brennt mein Herz dafür, dass ich das tue, wovon ich immer schon geträumt, mich aber vorher nie getraut habe, es umzusetzen: ein eigenes Unternehmen gründen.

Ich weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass es grundsätzlich betrachtet Up’s aber auch genauso Down’s in den nächsten zehn Jahren meines Lebens geben wird. Ich weiß nicht wie und wann und das ist auch gut so. Ich weiß aber schon jetzt, dass es sich gelohnt hat, meinen Traum der Selbstständigkeit in die Realität umzusetzen. Ich hänge nun nicht mehr dem Gedanken hinterher „Was wäre wenn…“. Diese bedeutende Erfahrung hat mich immens bestärkt, all das zu versuchen, was ich in meinem Leben gern machen möchte. Quasi im übertragenden Sinn. Jetzt befinde ich mich in der Lebensmitte und habe (noch) alle Möglichkeiten, das zu versuchen und zu tun, was mich berührt, gedanklich nicht mehr loslässt und glücklich macht.

Gerade gestern hatte ich eine Begegnung, die mich dazu wieder bestärkte: ich joggte meine Runde durch den Benrather Schlosspark. Die Sonne schien, es war ein wunderschöner Herbst-Sonntag Vormittag, das bunte Laub lag auf den Wegen und knisterte bei jedem Schritt. Ich joggte so vor mich hin und kam unweigerlich an einer Parkbank vorbei, auf der ein Mann im Alter von ca. 85 Jahren saß. Unsere Blicke trafen sich und er lächelt mich an. Auch wenn es kein einzelnes Wort zwischen uns gegeben hat, spürte ich, dass er mir etwas zu sagen hatte. Ich joggte weiter und hörte in meinem Inneren seine Stimme sagen „Laufe so viel und so lange Du die Möglichkeit dazu hast. Wenn Du in meinem Alter bist, ist es so meist nicht mehr möglich“.

Für uns alle kommt im Leben der Zeitpunkt X, an dem man Sachen, die man super gern und mit viel Leidenschaft gemacht hat, nicht mehr so machen kann wie einst. Ich schaue kurz zurück, die letzten zwei Jahrzehnte nach der Schulzeit haben mich geprägt und mich durch meine eigenen Entscheidungen an den Punkt kommen lassen, an dem ich gerade bin. Nun bin ich gespannt, wie die Reise meiner nächsten zehn Jahre aussieht und was mir auf dem Weg alles passieren wird. Eines weiß ich ganz sicher: ich möchte meinen Optimismus und meine Freude am Leben nicht verlieren und mich durch das Erleben meiner Träume selbst bereichern.

Vielleicht kann ich Dich dazu anregen, dass Du Deine letzten zehn Lebensjahre reflektierst: „Was lief gut, was weniger?“, „Wie habe ich mich selbst verändert und in welche Richtung?“, „Wie hat sich mein Umfeld um mich herum verändert?“, „Was habe ich auf meiner persönlichen Reise in den letzten 10 Jahren mitgenommen – und will es auch weiter bei mir wissen und was davon vielleicht nicht?“. Und vor allem: was sind Deine Träume, die Du gern umsetzen möchtest? Teile doch Deine Gedanken dazu mit mir in der Kommentarfunktion, ich freue mich darauf!

Herzlichst, Deine Kristina Materna

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