Weg, ihr lieben Kilos!

Die Feiertage sind vorbei und ich habe es erfolgreich geschafft, mir in der gesamten Weihnachtszeit wieder ein paar kleine Kilos raufzufuttern. Es ist nicht dramatisch und könnte sicher schlimmer sein. Aber um Schlimmeres zu vermeiden, geht es den Pölsterchen jetzt an den Kragen. Und nicht nur denen, die in Form vieler Leckereien wie Kuchen, Plätzchen, Marzipan auf meine Hüfte gewander sind, sondern noch ein paar weiteren. Kilos, zieht Euch warm an!Die schlechte Nachricht ist: ich hasse Diäten. Wenn ich eine anfange, breche ich in der Regel recht schnell erfolgreich wieder ab. Und bin dann meist so gefrustet, dass Schokolade und Co. in meinem oft stressigen Alltag herhalten müssen. Quasi meine Seele über mein Diätversagen trösten. Für den Moment tun sie das dann auch sehr gut und der Moment, wenn ein Kinderriegel in meinem Mund zerschmilzt ist so WOW. Nur dann, ja dann kommt das knallharte Bewusstsein wieder, dass es ja jetzt echt blöd war zu sündigen. Und wieder der Frust und wieder die Schoki. Ein klassischer Teufelskreislauf. Wem geht es auch so? Ich schätze mal, dass ich damit nicht allein auf dieser Welt bin (hahaha).

Und mit dem Alter wird es zudem ja auch nicht einfacher, die angefutterten Speckröllchen wieder loszuwerden. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und leider somit auch das Schmilzen des Hüftgolds. Ab Körpermitte aufwärts trage ich eine 36/38, womit ich auch sehr zufrieden bin. Ab Körpermitte abwärts besteht eher mein Problem. Hier würde ich gern von einer 40 auf eine 36/38. Die Optik ist das Eine. Aber ist es nicht eigentlich viel wichtiger, sich tagtäglich vor Augen zu führen, dass ein schlanker und gestärkter Körper auch im Alltag viel besser funktioniert und in der Regel eine ausgewogene gesunde Lebensweise auch die Lebensdauer erhöht? Für mich persönlich ist dieser Gedanke eine schöne und wichtige Motivation. Also, ran an den Speck!

Ich brauche Ziele und habe mir das knackige gesetzt, bis zum Sommeranfang einen straffen schlanken Body mit 8-10 Kilo weniger an Gewicht zu bekommen. Oha, hab ich das grad geschrieben? Egal, je mehr Leute es wissen, desto mehr erhöht es den Druck und da ich von Natur aus gewillt bin, meine Ziele zu erreichen, werde ich das auch schaffen! So. Im Geiste stelle ich mir dabei den Traumkörper von Supermodel Helena Christensen vor, die mit ihren vor kurzem gefeierten 50 Jahren einfach umwerfend aussieht, und bin sofort motiviert:-)

Das Intervallfasten nach der 16:8 Methode

Nach ein paar Recherchen habe ich mich für das Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt) nach der 16:8 Methode entschieden. Es ist ziemlich easy, denn 16 Stunden darf ich nichts essen – faste also und schlafe ja auch in der Zeit – und innerhalb von 8 Stunden gibt es keine Essensverbote. Sogar dann und wann ist ein Gläschen Alkohol erlaubt. Hört sich super an:-) Es gibt aber beim Intervallfasten noch weitere Methoden wie zum Beispiel 5:2 (5 Tage normal essen, zwei Tage fasten und nicht mehr als 500 Kalorien pro Tag zu sich nehmen). Welche Methoden es gibt, findet ihr sehr übersichtlich und detailliert auf der Seite von Zentrum der Gesundheit.

Die meisten Diäten scheitern doch, weil es zu viele Verbote gibt. Allerdings sei gesagt, dass auch beim Intervallfasten nicht wahllos innerhalb der Essensperiode von acht Stunden zugeschlagen werden darf. Moderat sollte es sein und vor allem ausgewogen. Vitamine, Ballastoffe, Proteine und gesunde Fette (kaltgepresstes Olivenöl zum Beispiel) sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Dazu 2-3 Liter zuckerfreie Getränke. Viel Trinken ist übrigens bei einer ballaststoffreichen Ernährung extrem wichtig, sonst gibt es ein Problem auf dem Klo:-)

Meine ersten fünf Tage mit der Intervalldiät sind bereits um. Ich habe meinen Rhythmus gefunden und starte gegen 12/13 Uhr mit der ersten Mahlzeit. Menschen, die ohne Frühstück nicht auskommen, können die Zeit natürlich verlagern. Zum Beispiel Frühstück um 9 Uhr und die letzte Mahlzeit um 17 Uhr. Wer keine 16 Stunden fasten schafft, der kann auch die 14:9 Methode anwenden. Je länger jedoch die Fastenzeit dauert, desto besser können sich die Zellen regenerieren.

Vom Aufstehen bis zu meiner ersten Mahlzeit gibt es nur ungesüsste Getränke wie Wasser, Tee, schwarzer Kaffee (wichtig: unbedingt die Milch weglassen, in ihr ist Zucker enthalten) erlaubt. Hier ein Tipp für einen leckeren Detox Tee:

Klärender Bio-Tee aus Anis, Fenchel & Kardamom von pukka, ca. 3,80 Euro pro Packung (gekauft bei Edeka)

Gegen Mittag esse ich im Büro eine selbst zusammengestellte Schale Müsli. Ich habe mir zu Hause in der Küche eine Körnerbar eingerichtet und alle Körner in Frischhalteboxen gefüllt. Das ist Morgens sehr praktisch und geht schnell. Ich nehme Haferflocken, Leinsamen (keine ganzen sondern geschrotete, da hier das Öl und die ganzen guten Stoffe einfacher in den Organismus gelangen), Chiasamen (enthalten wertvolle Omega 3 Fettsäuren), Weizenkleie, eine Hand voll Nüsse (Walnüsse, Cashew, Haselnüsse, Mandeln), getrocknete, ungeschwefelte Aprikosen und mische alles in einer Schale. Hinzu kommt jeden Tag unterschiedliches frisches Obst, momentan vor allem Äpfel. Eine Prise Zimtpulver zum Schluss und fertig ist der Lunch für’s Office. Deckel drauf und einfach mitnehmen. Ich gebe dann direkt vor dem Verzehr Soja Milch Light von Alpro Soja darüber. Die hat nur 27 Kalorien pro 100 ml und schmeckt mir sehr gut. Ich habe mir auch angewöhnt, sie für meinen Kaffee zu verwenden.

Nachmittags gibt es dann zum Beispiel ein paar Reiswaffeln, Obst, einen Skyr (traditionelles isländisches Milchprodukt, das viele Proteine hat – und die sind ja bekanntlich wichtig für Muskelerhalt und -aufbau) oder auch ein kleines Stückchen Kuchen. Ja, richtig gelesen – Kuchen. Das ist das Schöne am Intervallfasten: man darf sich in Maßen etwas gönnen in der vorgeschriebenen Essenszeit. Deshalb fällt es mir auch wesentlich leichter, es umzusetzen. Das Intervallfasten wird zwar als eine Form der Diät beschrieben aber eigentlich ist es eine dauerhafte Ernährungsumstellung, die langfristig essentielle Auswirkungen auf den Organismus hat.

Die Vorteile des intermittierenden Fasten für den Körper sind

– das Gewicht wird reduziert

– die Blutzucker Werte werden verbessert

– die Herzgesundheit wird erhalten/gefördert

– Entzündungen werden reduziert

– das Gehirn wird geschützt

– der Hunger wird verringert

Abends darf ich bis 20 Uhr essen, dann ist Schluss. Ich genieße das Essen irgendwie ganz anders, da ich weiß, dass ich am nächsten Tag erst wieder Mittags etwas essen darf. Ich koche in der Regel Abends warm für Jonas, Boris und mich. Ein warmes Essen brauche ich zudem einmal am Tag. Diese Woche standen bisher eine Gemüsesuppe, Nudeln mit selbstgemachter Basilkum-Tomatensoße, Spitzenlangkornreis mit Paprika und verschiedenen Gewürzen und Pellkartoffeln mit Gemüse auf meinem Speiseplan. Ich habe mir auferlegt, gerade jetzt in der Anfangsphase auf Schokolade, Chips und Weingummi zu verzichten. Dann und wann mal ein Stück Kuchen oder Eis werde ich mir genehmigen, damit ich nicht in die Frustfalle tappe.

Ich habe mich innerhalb der letzten Tage gut an das Procedere gewöhnt und es lässt sich vor allem auch sehr gut im Arbeitsalltag umsetzen. Ich habe festgestellt, dass ich besser schlafe und ich fühle mich von Tag zu Tag energiegeladener. Die vielen Süßigkeiten, das fette Essen und der Alkohol haben mir doch ziemlich viel Energie in den letzten drei Wochen geraubt. Eigentlich soll man sich ja nur einmal pro Woche maximal auf die Waage stellen. Ich habe es zur Probe in dieser Woche mal jeden Tag gemacht und tadaaa: es funktioniert super. Die Waage zeigt schon 1 Kilo weniger an (wobei mir auch bewusst ist, dass die ersten Tage meist Wasser veloren wird).

Nach meiner starken Erkältung kommt ab diesem Wochenende wieder die sportliche Betätigung von idealerweise drei Einheiten pro Woche hinzu. Ausdauertraining gepaart mit Krafteinheiten. Ich persönlich gehe total gern zum Fatburn X Kurs ins Fit X. Bei diesem Kurs wird im Wechsel Cardio- und Krafttraining betrieben. Und eine Kursdauer von 45 Minuten kann man gut in den Alltag einbauen. Mit Freundinnen hinzugehen bringt umso mehr Spaß und lässt den Schweinehund dann meist auch nicht zubeißen. Und dadurch, dass der Puls im Kurs ständig hoch- und runtergeht, wird die Fettverbrennung ganz besonders angeregt.

Wenn ich diesen Plan so durchziehe, dürften die Pfunde die nächsten Wochen und Monate definitiv purzeln. Bei dem Moderator und Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen hat es laut Medienberichten im vergangenen Jahr jedenfalls super funktioniert. Er hat damit innerhalb von 3 Monaten 10 Kilo abgenommen. Zum Interview mit ihm auf stern online geht es hier. Chapeau!

Es gibt aber auch Fehler beim Intervallfasten, die dazu führen, dass man nicht abnimmt. Welche das sind, verrät Fit for Fun in einem Onlinebeitrag, den es hier zu lesen gibt.

Ich werde Euch über meine Erfolge auf dem Laufenden halten.

Berichtet doch mal im Kommentarfeld, was ihr so zur Gewichtsreduktion für Tipps auf Lager habt.

Rezept Beeren-Porridge

Ich überlege mir gern mal ein Rezept “freestyle”. Heute hatte ich Lust auf Porridge und das ist dabei rausgekommen:

2 Handvoll TK-Beeren im Kochtopf heiß werden lassen, etwas Honig dazu. Anschließend ca. 50-100 ml Soja Milch light (alternativ andere Milch). 2 EL zarte Haferflocken, 2 TL Leinsamen, 1 TL Weizenkleie, 2 getrocknete Aprikosen, 1 EL gemische Nüsse mit in den Topf und gut umrühren, damit es nicht anbrennt. Noch etwas Zimt und alles dann in eine kleine Schale. Garniert mit frischem Obst ist es wirklich sehr lecker und macht super satt. Das Rezept kann natürlich nach Belieben varriert werden. Bon appetit!

Good to know: Porridge ist besonders magenschonend.

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